Gesundheitsamt bittet Stuttgart um Hilfe

Gemeinsam gegen die Tigermücke

Durch die jüngsten Regenfälle schlüpfen in vielen Gärten und auf Balkonen vermehrt Larven der Asiatischen Tigermücke. Das Gesundheitsamt Stuttgart appelliert: stehende Wasseransammlungen sofort entfernen, Gießkannen, Untersetzer und Regentonnen wöchentlich leeren, leere Behälter auswaschen und abdecken.

Durch die Regenfälle der vergangenen Tage haben sich in vielen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zahlreiche Wasserbehälter gefüllt. Dadurch wurden zuvor abgelegte Eier der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) überspült und ein vermehrtes Schlüpfen von Larven ausgelöst. Das Gesundheitsamt bittet die Stuttgarterinnen und Stuttgarter deshalb um aktive Mithilfe, damit die Belästigung durch die Mücken gering bleibt und eine weitere Ausbreitung eingedämmt werden kann.

Dr. Simon Friz, der Leiter des Teams Umwelthygiene und Hygienekontrolle, erklärt: „Die Asiatische Tigermücke ist nun seit einigen Jahren auch in Stuttgart heimisch geworden. Sie ist tagaktiv und stechfreudig und kann Erreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika‑Viren übertragen. Das Infektionsrisiko ist für die Stadtbevölkerung derzeit gering, weil diese Erkrankungen in Deutschland nicht endemisch sind. Durch steigende Temperaturen und milde Winter kann sich die Tigermücke aber weiter ausbreiten und das Risiko zunehmen, dass eine von einem Reiserückkehrer eingeschleppte Erkrankung weitergetragen wird. Vorbeugende Maßnahmen auch in Privathaushalten sind deshalb wichtig, um die Mückenzahlen zu begrenzen.“

Was jetzt zu tun ist:

  • Kein stehendes Wasser: Entfernen Sie unnötige Wasseransammlungen in Garten, auf Balkon und Terrasse sofort: Suchen Sie insbesondere nach vollgelaufenen Untersetzern, Eimern und ähnlichen Brutstätten.
  • Regelmäßig leeren: Wechseln oder leeren Sie Wasser in Gießkannen, Vogel- und Igeltränken, Regentonnen und ähnlichen Gefäßen mindestens einmal pro Woche. Die Mücke braucht bei warmen Temperaturen nur eine Woche vom Ei zum erwachsenen Tier.
  • Reinigen und abdecken: Reinigen und schrubben Sie leere Wasserbehälter grob aus, um anhaftende Eier zu entfernen. Dichten Sie Gefäße mit Deckeln, Netzen oder festen Abdeckungen lückenlos ab.
  • Unscheinbare Orte für Wasseransammlungen konsequent vermeiden: Drehen Sie Untersetzer, Eimer, Schirmständer, Autoreifen oder sonstige Behälter um, oder bewahren Sie sie geschützt und trocken auf. Verstopfte Regenrinnen sollten regelmäßig gereinigt werden, damit das Wasser abfließen kann.
  • Gartenteiche: Naturnahe, belebte Teiche sind aufgrund natürlicher Fressfeinde in der Regel keine bevorzugten Brutstätten und müssen nicht behandelt werden.

Online-Informationsveranstaltungen in der Saison 2026 unter: https://www.stuttgart.de/veranstaltungskalender/veranstaltungen/infoveranstaltung-zur-asiatischen-tigermuecke-497588
Mehr Informationen zur Asiatischen Tigermücke unter:  https://www.stuttgart.de/tigermuecke/

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